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§ 0700 ZPO

  • juristi.Redaktion
  • 20. Februar 2021 um 23:11
  • 27. September 2025 um 23:47
  • 629 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach erklärt
  • Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid

    (1) Der Vollstreckungsbescheid steht einem für vorläufig vollstreckbar erklärten Versäumnisurteil gleich.

    (2) Die Streitsache gilt als mit der Zustellung des Mahnbescheids rechtshängig geworden.

    (3) Wird Einspruch eingelegt, so gibt das Gericht, das den Vollstreckungsbescheid erlassen hat, den Rechtsstreit von Amts wegen an das Gericht ab, das in dem Mahnbescheid gemäß § 692 Abs. 1 Nr. 1 ZPO bezeichnet worden ist, wenn die Parteien übereinstimmend die Abgabe an ein anderes Gericht verlangen, an dieses. § 696 Abs. 1 Satz 3 bis 5 ZPO, § 696 Abs. 2 ZPO, § 696 Abs. 5 ZPO, § 697 Abs. 1 ZPO, § 697 Abs. 4 ZPO, § 698 ZPO gelten entsprechend. § 340 Abs. 3 ZPO ist nicht anzuwenden.

    (4) Bei Eingang der Anspruchsbegründung ist wie nach Eingang einer Klage weiter zu verfahren, wenn der Einspruch nicht als unzulässig verworfen wird. § 276 Abs. 1 Satz 1 und 3 ZPO, § 276 Abs. 2 ZPO ist nicht anzuwenden.

    (5) Geht die Anspruchsbegründung innerhalb der von der Geschäftsstelle gesetzten Frist nicht ein und wird der Einspruch auch nicht als unzulässig verworfen, bestimmt der Vorsitzende unverzüglich Termin; § 697 Abs. 3 Satz 2 ZPO gilt entsprechend.

    (6) Der Einspruch darf nach § 345 ZPO nur verworfen werden, soweit die Voraussetzungen des § 331 Abs. 1 und 2 HS 1 ZPO für ein Versäumnisurteil vorliegen; soweit die Voraussetzungen nicht vorliegen, wird der Vollstreckungsbescheid aufgehoben.

    • Zivilprozess
    • Vollstreckung
    • Mahnverfahren
    • Vollstreckungsbescheid
    • Einspruch
    • § 700 ZPO

Einspruch gegen den Vollstreckungsbescheid

(1) Der Vollstreckungsbescheid ist wie ein vorläufig vollstreckbares Versäumnisurteil zu sehen.

(2) Die Sache ist ab dem Moment, wo der Mahnbescheid zugestellt wird, rechtlich am Laufen.

(3) Wenn du Einspruch einlegst, wird das Gericht, das den Vollstreckungsbescheid erstellt hat, den Fall automatisch an das Gericht weitergeben, das im Mahnbescheid genannt wurde, wenn beide Parteien das wollen. Dabei gelten die entsprechenden Paragraphen. § 340 Abs. 3 ZPO findet hier keine Anwendung.

(4) Wenn die Anspruchsbegründung eingeht, wird das ähnlich wie bei einer Klage behandelt, es sei denn, der Einspruch wird als unzulässig abgelehnt. Die Paragraphen 276 Abs. 1 und 3 ZPO sind hier nicht relevant.

(5) Falls die Anspruchsbegründung nicht innerhalb der gesetzten Frist eintrifft und der Einspruch nicht als unzulässig abgelehnt wird, setzt der Vorsitzende sofort einen Termin an; § 697 Abs. 3 Satz 2 ZPO gilt hier ebenfalls.

(6) Der Einspruch kann nur abgelehnt werden, wenn die Bedingungen für ein Versäumnisurteil erfüllt sind; wenn das nicht der Fall ist, wird der Vollstreckungsbescheid aufgehoben.

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