(1) Die Kommission kann einen Beschluss erlassen, mit dem gegen Unternehmen, einschließlich gegebenenfalls Torwächter, und Unternehmensvereinigungen tägliche Zwangsgelder bis zu einem Höchstbetrag von 5 % des im vorausgegangenen Geschäftsjahr weltweit erzielten durchschnittlichen Tagesumsatzes, berechnet ab dem im Beschluss genannten Tag, verhängt werden, um sie dazu zu zwingen,
- a) den von der Kommission durch einen nach Art. 8 Abs. 2 DMA erlassenen Beschluss festgelegten Maßnahmen nachzukommen,
- b) einem Beschluss nach Art. 18 Abs. 1 DMA nachzukommen,
- c) in Beantwortung eines im Wege eines Beschlusses nach Art. 21 DMA ergangenen Auskunftsverlangens innerhalb der gesetzten Frist richtige und vollständige Auskünfte zu erteilen,
- d) im den Zugang zu Daten, Algorithmen und Informationen über Tests als Antwort auf einen Antrag nach Art. 21 Abs. 3 DMA zu gewährleisten und diesbezügliche Erläuterungen zu geben, wie in einem Beschlusses nach Art. 21 DMA verlangt,
- e) eine Nachprüfung zu dulden, die mit einem Beschluss nach Art. 23 DMA angeordnet wurde,
- f) einem nach Art. 24 DMA erlassenen Beschluss zur Anordnung einstweiliger Maßnahmen nachzukommen,
- g) per Beschluss nach Art. 25 Abs. 1 DMA für bindend erklärte Verpflichtungszusagen einzuhalten, oder
- h) einem Beschluss nach Art. 29 Abs. 1 DMA nachzukommen.
(2) Sind die Unternehmen oder Unternehmensvereinigungen der Verpflichtung nachgekommen, die mit dem Zwangsgeld durchgesetzt werden sollte, so kann die Kommission einen Durchführungsrechtsakt erlassen, mit dem die endgültige Höhe des Zwangsgelds auf einen niedrigeren Betrag festgesetzt wird als den, der sich aus dem ursprünglichen Beschluss ergeben würde. Dieser Durchführungsrechtsakt wird gemäß dem in Art. 50 Abs. 2 DMA genannten Beratungsverfahren erlassen.