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§ 1799 BGB

  • Weitergeleitet von „1799 BGB“
  • juristi.Redaktion
  • 29. November 2020 um 00:05
  • 30. März 2025 um 15:46
  • 610 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Genehmigungsbedürftige Rechtsgeschäfte

    (1) Der Vormund bedarf der Genehmigung des Familiengerichts in den Fällen, in denen ein Betreuer nach den §§ 1848 BGB bis 1854 Nr. 1 bis 7 BGB der Genehmigung des Betreuungsgerichts bedarf, soweit sich nicht aus Absatz 2 etwas anderes ergibt.

    (2) Der Vormund bedarf abweichend von § 1853 Satz 1 Nr. 1 BGB der Genehmigung des Familiengerichts zum Abschluss eines Miet- oder Pachtvertrags oder eines anderen Vertrags, durch den der Mündel zu wiederkehrenden Leistungen verpflichtet wird, wenn das Vertragsverhältnis länger als ein Jahr nach dem Eintritt seiner Volljährigkeit fortdauern soll. Eine Genehmigung ist nicht erforderlich, wenn

    1. der Vertrag geringe wirtschaftliche Bedeutung für den Mündel hat oder
    2. das Vertragsverhältnis von dem Mündel nach Eintritt der Volljährigkeit spätestens zum Ablauf des 19. Lebensjahres ohne eigene Nachteile gekündigt werden kann.

    Fassung ab 01. Jan 2023

    ________________________________

    Fassung bis einschl 31. Dez 2022

    § 1799 BGB Pflichten und Rechte des Gegenvormunds

    (1) Der Gegenvormund hat darauf zu achten, dass der Vormund die Vormundschaft pflichtmäßig führt. Er hat dem Familiengericht Pflichtwidrigkeiten des Vormunds sowie jeden Fall unverzüglich anzuzeigen, in welchem das Familiengericht zum Einschreiten berufen ist, insbesondere den Tod des Vormunds oder den Eintritt eines anderen Umstands, infolge dessen das Amt des Vormunds endigt oder die Entlassung des Vormunds erforderlich wird.

    (2) Der Vormund hat dem Gegenvormund auf Verlangen über die Führung der Vormundschaft Auskunft zu erteilen und die Einsicht der sich auf die Vormundschaft beziehenden Papiere zu gestatten.

    • Zivilrecht
    • Familienrecht
    • Vormundschaft
    • Vermögenssorge
    • Rechtsgeschäfte
    • § 1799 BGB
    • genehmigungsbedürftig

(1) Wenn ein Vormund einen Betreuer braucht, der nach den §§ 1848 BGB bis 1854 Nr. 1 bis 7 BGB die Zustimmung vom Familiengericht braucht, dann muss auch der Vormund dafür eine Genehmigung einholen, es sei denn, Absatz 2 sagt was anderes.

(2) Anders als in § 1853 Satz 1 Nr. 1 BGB, braucht der Vormund die Erlaubnis vom Familiengericht, wenn er einen Miet- oder Pachtvertrag oder irgendeinen anderen Vertrag abschließen will, durch den das Mündel regelmäßige Zahlungen leisten muss und das Ganze länger als ein Jahr nach seiner Volljährigkeit laufen soll. Eine Genehmigung ist nicht nötig, wenn:

  1. der Vertrag für das Mündel nicht viel wert ist oder
  2. das Mündel den Vertrag nach seiner Volljährigkeit spätestens bis zum Ende seines 19. Lebensjahres ohne große Nachteile kündigen kann.
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