Gatekeeper ist ein Begriff aus dem Digital Markets Act (DMA) und bezeichnet sehr große Digitalkonzerne, die eine besonders mächtige Stellung auf wichtigen Plattformen haben.
Gatekeeper sind Digitalkonzerne, die so groß und wichtig sind, dass andere Unternehmen praktisch nicht an ihnen vorbeikommen. Sie kontrollieren zentrale digitale Zugänge – z. B. App-Stores, Suchmaschinen oder große Online-Marktplätze.
1 Merkmale eines Gatekeepers
Ein Unternehmen gilt als Gatekeeper, wenn es:
- sehr viele Nutzer hat (privat & geschäftlich),
- eine zentrale Plattform betreibt, die andere Anbieter zwingend nutzen müssen (z. B. App-Store),
- wirtschaftlich extrem stark ist,
- eine dauerhaft gefestigte Marktstellung hat.
2 Warum heißen sie „Gatekeeper“?
Weil sie das Tor („gate“) kontrollieren, durch das andere Unternehmen auf Kunden zugreifen müssen.
Beispiele:
- Der Apple App Store kontrolliert, welche Apps überhaupt auf iPhones kommen.
- Google entscheidet über Sichtbarkeit in der Suche.
- Amazon ist ein zentraler Zugang zu Onlinekunden für Händler.
3 Welche Unternehmen sind aktuell Gatekeeper?
Nach DMA-Klassifizierung u. a.:
- Apple
- Meta (Facebook, WhatsApp, Instagram)
- Amazon
- Microsoft
- ByteDance (TikTok)
4 Warum ist das wichtig?
Gatekeeper müssen besondere Pflichten einhalten, damit:
- Wettbewerb fair bleibt,
- kleine Anbieter nicht benachteiligt werden,
- Nutzer frei wählen können,
- ein Missbrauch der Marktmacht verhindert wird.