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§ 1053 ZPO

  • Weitergeleitet von „1053 ZPO“
  • juristi.Redaktion
  • 23. Januar 2021 um 17:57
  • 16. November 2025 um 15:32
  • 564 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach erklärt
  • Vergleich

    (1) Vergleichen sich die Parteien während des schiedsrichterlichen Verfahrens über die Streitigkeit, so beendet das Schiedsgericht das Verfahren. Auf Antrag der Parteien hält es den Vergleich in der Form eines Schiedsspruchs mit vereinbartem Wortlaut fest, sofern der Inhalt des Vergleichs nicht gegen die öffentliche Ordnung (ordre public) verstößt.

    (2) Ein Schiedsspruch mit vereinbartem Wortlaut ist gemäß § 1054 ZPO zu erlassen und muss angeben, dass es sich um einen Schiedsspruch handelt. Ein solcher Schiedsspruch hat dieselbe Wirkung wie jeder andere Schiedsspruch zur Sache.

    (3) Soweit die Wirksamkeit von Erklärungen eine notarielle Beurkundung erfordert, wird diese bei einem Schiedsspruch mit vereinbartem Wortlaut durch die Aufnahme der Erklärungen der Parteien in den Schiedsspruch ersetzt.

    (4) Mit Zustimmung der Parteien kann ein Schiedsspruch mit vereinbartem Wortlaut auch von einem Notar, der seinen Amtssitz im Bezirk des nach § 1062 Abs. 1 und 2 ZPO für die Vollstreckbarerklärung zuständigen Gerichts hat, für vollstreckbar erklärt werden. Der Notar lehnt die Vollstreckbarerklärung ab, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 2 nicht vorliegen.

    • Zivilprozess
    • Schiedsspruch
    • Vergleich
    • Schiedsverfahren
    • schiedsrichterlich
    • Verfahrensende
    • § 1053 ZPO

Vergleich im Schiedsverfahren

(1) Wenn sich die Parteien im Schiedsverfahren einigen, endet das Verfahren. Wenn beide Parteien es möchten, kann das Schiedsgericht diese Einigung als Schiedsspruch mit vereinbartem Wortlaut festhalten – aber nur, wenn der Inhalt nicht gegen den ordre public verstößt.

(2) Dieser Schiedsspruch muss den Vorgaben des § 1054 ZPO entsprechen und klar sagen, dass es ein Schiedsspruch ist. Er hat danach die gleiche Wirkung wie ein normales Schiedsgerichtsurteil.

(3) Wenn für bestimmte Erklärungen eigentlich eine notarielle Beurkundung erforderlich wäre, genügt es, dass diese Erklärungen im Schiedsspruch stehen. Eine notarielle Beurkundung ist dann nicht mehr notwendig.

(4) Mit Zustimmung beider Parteien kann der Schiedsspruch auch durch einen Notar (am Gerichtsort der Vollstreckbarerklärung nach § 1062 ZPO) für vollstreckbar erklärt werden. Der Notar muss dies aber ablehnen, wenn der Vergleich gegen den ordre public verstößt.

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