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§ 0357b BGB

  • Weitergeleitet von „357b BGB“
  • juristi.Redaktion
  • 18. Dezember 2020 um 21:47
  • 28. Juni 2024 um 22:57
  • 800 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Rechtsfolgen des Widerrufs von Verträgen über Finanzdienstleistungen

    (1) Die empfangenen Leistungen sind spätestens nach 30 Tagen zurückzugewähren.

    (2) Im Falle des Widerrufs von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen oder Fernabsatzverträgen über Finanzdienstleistungen ist der Verbraucher zur Zahlung von Wertersatz für die vom Unternehmer bis zum Widerruf erbrachte Dienstleistung verpflichtet, wenn er

    1. vor Abgabe seiner Vertragserklärung auf diese Rechtsfolge hingewiesen worden ist und
    2. ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Unternehmer vor Ende der Widerrufsfrist mit der Ausführung der Dienstleistung beginnt.

    Im Falle des Widerrufs von Verträgen über eine entgeltliche Finanzierungshilfe, die von der Ausnahme des § 506 Abs. 4 BGB erfasst sind, gelten auch § 357 Abs. 5 bis 7 BGB und § 357a Abs. 1 und 2 BGB entsprechend. Ist Gegenstand des Vertrags über die entgeltliche Finanzierungshilfe die Lieferung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten, hat der Verbraucher Wertersatz für die bis zum Widerruf gelieferten digitalen Inhalte zu leisten, wenn er

    1. vor Abgabe seiner Vertragserklärung auf diese Rechtsfolge hingewiesen worden ist und
    2. ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Unternehmer vor Ende der Widerrufsfrist mit der Lieferung der digitalen Inhalte beginnt.

    Ist im Vertrag eine Gegenleistung bestimmt, ist sie bei der Berechnung des Wertersatzes zu Grunde zu legen. Ist der vereinbarte Gesamtpreis unverhältnismäßig hoch, ist der Wertersatz auf der Grundlage des Marktwerts der erbrachten Leistung zu berechnen.

    (3) Im Falle des Widerrufs von Verbraucherdarlehensverträgen hat der Darlehensnehmer für den Zeitraum zwischen der Auszahlung und der Rückzahlung des Darlehens den vereinbarten Sollzins zu entrichten. Bei einem Immobiliar-Verbraucherdarlehen kann nachgewiesen werden, dass der Wert des Gebrauchsvorteils niedriger war als der vereinbarte Sollzins. In diesem Fall ist nur der niedrigere Betrag geschuldet. Im Falle des Widerrufs von Verträgen über eine entgeltliche Finanzierungshilfe, die nicht von der Ausnahme des § 506 Abs. 4 BGB erfasst sind, gilt auch Absatz 2 entsprechend mit der Maßgabe, dass an die Stelle der Unterrichtung über das Widerrufsrecht die Pflichtangaben nach Art. 247 § 12 Abs. 1 EGBGB in Verbindung mit § 6 Abs. 2 EGBGB (des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche), die das Widerrufsrecht betreffen, treten. Darüber hinaus hat der Darlehensnehmer dem Darlehensgeber nur die Aufwendungen zu ersetzen, die der Darlehensgeber gegenüber öffentlichen Stellen erbracht hat und nicht zurückverlangen kann.

    Fassung ab 28. Mai 2022

    ____________________________

    (1) ...

    (2) Im Falle des Widerrufs von außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen oder Fernabsatzverträgen über Finanzdienstleistungen ist der Verbraucher zur Zahlung von Wertersatz für die vom Unternehmer bis zum Widerruf erbrachte Dienstleistung verpflichtet, wenn er

    1. vor Abgabe seiner Vertragserklärung auf diese Rechtsfolge hingewiesen worden ist und
    2. ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Unternehmer vor Ende der Widerrufsfrist mit der Ausführung der Dienstleistung beginnt.

    Im Falle des Widerrufs von Verträgen über eine entgeltliche Finanzierungshilfe, die von der Ausnahme des § 506 Abs. 4 BGB erfasst sind, gilt auch § 357 Abs. 5 bis 8 BGB entsprechend. Ist Gegenstand des Vertrags über die entgeltliche Finanzierungshilfe die Lieferung von nicht auf einem körperlichen Datenträger befindlichen digitalen Inhalten, hat der Verbraucher Wertersatz für die bis zum Widerruf gelieferten digitalen Inhalte zu leisten, wenn er

    1. vor Abgabe seiner Vertragserklärung auf diese Rechtsfolge hingewiesen worden ist und
    2. ausdrücklich zugestimmt hat, dass der Unternehmer vor Ende der Widerrufsfrist mit der Lieferung der digitalen Inhalte beginnt.

    Ist im Vertrag eine Gegenleistung bestimmt, ist sie bei der Berechnung des Wertersatzes zu Grunde zu legen. Ist der vereinbarte Gesamtpreis unverhältnismäßig hoch, ist der Wertersatz auf der Grundlage des Marktwerts der erbrachten Leistung zu berechnen.

    (3) ...

    (--> war bisher § 357a BGB)

    ________________________________

    Fassung bis einschl 27. Mai 2022 --> ist jetzt § 357c BGB

    § 357b BGB Rechtsfolgen des Widerrufs von Teilzeit-Wohnrechteverträgen, Verträgen über ein langfristiges Urlaubsprodukt, Vermittlungsverträgen und Tauschsystemverträgen

    (1) Der Verbraucher hat im Falle des Widerrufs keine Kosten zu tragen. Die Kosten des Vertrags, seiner Durchführung und seiner Rückabwicklung hat der Unternehmer dem Verbraucher zu erstatten. Eine Vergütung für geleistete Dienste sowie für die Überlassung von Wohngebäuden zur Nutzung ist ausgeschlossen.

    (2) Der Verbraucher hat für einen Wertverlust der Unterkunft im Sinne des § 481 BGB nur Wertersatz zu leisten, soweit der Wertverlust auf einer nicht bestimmungsgemäßen Nutzung der Unterkunft beruht.

    Neu ab 13. Jun 2014

    • Zivilrecht
    • widerruf
    • Schuldrecht
    • Verbrauchervertrag
    • Rechtsfolgen
    • § 357b BGB
    • Finanzdienstleistungen

(1) Die Sachen, die du bekommen hast, musst du spätestens nach 30 Tagen zurückgeben.

(2) Wenn du einen Vertrag widerrufst, den du außerhalb von Geschäftsräumen oder online abgeschlossen hast, musst du dem Verbraucher für die Leistungen, die der Unternehmer bis zu deinem Widerruf erbracht hat, einen Wertersatz zahlen, wenn:

  1. du vorher über diese Regelung informiert wurdest und
  2. du klar zugestimmt hast, dass der Unternehmer vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Leistung anfängt.

Wenn du einen Vertrag über eine kostenpflichtige Finanzierungshilfe widerrufst, der unter § 506 Abs. 4 BGB fällt, gelten auch die §§ 357 Abs. 5 bis 7 BGB und 357a Abs. 1 und 2 BGB entsprechend. Wenn es in dem Vertrag um digitale Inhalte geht, die nicht auf einem physischen Datenträger sind, musst du Wertersatz für die digitalen Inhalte zahlen, die bis zum Widerruf geliefert wurden, wenn:

  1. du vorher darüber informiert wurdest und
  2. du zugestimmt hast, dass der Unternehmer vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Lieferung anfängt.

Wenn im Vertrag ein Preis festgelegt ist, wird dieser zur Berechnung des Wertersatzes herangezogen. Ist der Gesamtpreis viel zu hoch, wird der Wertersatz auf Basis des Marktwerts der erbrachten Leistung berechnet.

(3) Wenn du einen Verbraucherdarlehensvertrag widerrufst, musst du für die Zeit zwischen der Auszahlung und der Rückzahlung des Darlehens den vereinbarten Sollzins zahlen. Bei einem Immobiliar-Verbraucherdarlehen kannst du nachweisen, dass der Nutzen, den du daraus hattest, geringer war als der Sollzins. In diesem Fall musst du nur den niedrigeren Betrag zahlen. Wenn du Verträge über eine kostenpflichtige Finanzierungshilfe widerrufst, die nicht unter § 506 Abs. 4 BGB fallen, gilt Absatz 2 entsprechend, wobei die Informationen über das Widerrufsrecht durch die Pflichtangaben nach Art. 247 § 12 Abs. 1 EGBGB in Verbindung mit § 6 Abs. 2 EGBGB ersetzt werden. Außerdem muss der Darlehensnehmer dem Darlehensgeber nur die Kosten erstatten, die dieser gegenüber öffentlichen Stellen hatte und nicht zurückfordern kann.

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