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§ 0174 ZPO

  • Weitergeleitet von „174 ZPO“
  • juristi.Red
  • 13. Januar 2024 um 23:31
  • 8. Juli 2025 um 10:49
  • 822 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach erklärt
  • Zustellung durch Aushändigung an der Amtsstelle

    Ein Schriftstück kann dem Adressaten oder seinem rechtsgeschäftlich bestellten Vertreter durch Aushändigung an der Amtsstelle zugestellt werden. Zum Nachweis der Zustellung ist auf dem Schriftstück und in den Akten zu vermerken, dass es zum Zwecke der Zustellung ausgehändigt wurde und wann das geschehen ist; bei Aushändigung an den Vertreter ist dies mit dem Zusatz zu vermerken, an wen das Schriftstück ausgehändigt wurde und dass die Vollmacht nach § 171 Satz 2 ZPO vorgelegt wurde. Der Vermerk ist von dem Bediensteten zu unterschreiben, der die Aushändigung vorgenommen hat.

    Fassung ab 01. Jan 2022

    (der jetzige § 174 war vorher § 173 ZPO)

    (aufgehoben)

    _______________________

    Fassung bis einschl 31. Dez 2021

    § 174 ZPO Zustellung gegen Empfangsbekenntnis oder automatisierte Eingangsbestätigung

    (1) Ein Schriftstück kann an einen Anwalt, einen Notar, einen Gerichtsvollzieher, einen Steuerberater oder an eine sonstige Person, bei der auf Grund ihres Berufes von einer erhöhten Zuverlässigkeit ausgegangen werden kann, eine Behörde, eine Körperschaft oder eine Anstalt des öffentlichen Rechts gegen Empfangsbekenntnis zugestellt werden.

    (2) An die in Absatz 1 Genannten kann das Schriftstück auch durch Telekopie zugestellt werden. Die Übermittlung soll mit dem Hinweis 'Zustellung gegen Empfangsbekenntnis' eingeleitet werden und die absendende Stelle, den Namen und die Anschrift des Zustellungsadressaten sowie den Namen des Justizbediensteten erkennen lassen, der das Dokument zur Übermittlung aufgegeben hat.

    (3) An die in Absatz 1 Genannten kann auch ein elektronisches Dokument zugestellt werden. Gleiches gilt für andere Verfahrensbeteiligte, wenn sie der Übermittlung elektronischer Dokumente ausdrücklich zugestimmt haben. Das Dokument ist auf einem sicheren Übermittlungsweg im Sinne des § 130a Abs. 4 ZPO zu übermitteln und gegen unbefugte Kenntnisnahme Dritter zu schützen. Die in Absatz 1 Genannten haben einen sicheren Übermittlungsweg für die Zustellung elektronischer Dokumente zu eröffnen.

    (4) Zum Nachweis der Zustellung nach den Absätzen 1 und 2 genügt das mit Datum und Unterschrift des Adressaten versehene Empfangsbekenntnis, das an das Gericht zurückzusenden ist. Das Empfangsbekenntnis kann schriftlich, durch Telekopie oder als elektronisches Dokument (§ 130a ZPO) zurückgesandt werden. Die Zustellung nach Absatz 3 wird durch ein elektronisches Empfangsbekenntnis nachgewiesen. Das elektronische Empfangsbekenntnis ist in strukturierter maschinenlesbarer Form zu übermitteln. Wird vom Gericht hierfür mit der Zustellung ein strukturierter Datensatz zur Verfügung gestellt, ist dieser zu nutzen. Andernfalls ist das elektronische Empfangsbekenntnis abweichend von Satz 4 als elektronisches Dokument (§ 130a ZPO) zu übermitteln.

    • Zustellung
    • Zivilprozess
    • Zustellungsverfahren
    • von Amts wegen
    • § 174 ZPO
    • Aushändigung
    • Amtsstelle

Zustellung durch Übergabe im Amt

Ein Dokument kann direkt an die Person oder ihren bevollmächtigten Vertreter übergeben werden, wenn sie im Amt sind. Um zu belegen, dass die Zustellung stattgefunden hat, muss auf dem Dokument und in den Akten vermerkt werden, dass es übergeben wurde und wann das passiert ist. Wenn es an den Vertreter übergeben wird, sollte auch festgehalten werden, an wen genau das Dokument ging und dass die Vollmacht gemäß § 171 Satz 2 ZPO vorgelegt wurde. Der Mitarbeiter, der die Übergabe gemacht hat, muss das Ganze dann auch unterschreiben.

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