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§ 230 StGB

  • juristi.Red
  • 21. Februar 2023 um 14:34
  • 5. Juni 2025 um 20:39
  • 324 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Strafantrag

    (1) Die vorsätzliche Körperverletzung nach § 223 StGB und die fahrlässige Körperverletzung nach § 229 StGB werden nur auf Antrag verfolgt, es sei denn, dass die Strafverfolgungsbehörde wegen des besonderen öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung ein Einschreiten von Amts wegen für geboten hält. Stirbt die verletzte Person, so geht bei vorsätzlicher Körperverletzung das Antragsrecht nach § 77 Abs. 2 StGB auf die Angehörigen über.

    (2) Ist die Tat gegen einen Amtsträger, einen für den öffentlichen Dienst besonders Verpflichteten oder einen Soldaten der Bundeswehr während der Ausübung seines Dienstes oder in Beziehung auf seinen Dienst begangen, so wird sie auch auf Antrag des Dienstvorgesetzten verfolgt. Dasselbe gilt für Träger von Ämtern der Kirchen und anderen Religionsgesellschaften des öffentlichen Rechts.

    • Strafrecht
    • Körperverletzung
    • Strafantrag
    • § 230 StGB

Strafantrag

(1) Wenn jemand absichtlich jemand anderen verletzt, fällt das unter Körperverletzung nach § 223 StGB, und auch wenn es aus Versehen passiert, zählt das nach § 229 StGB. In beiden Fällen wird das nur verfolgt, wenn jemand einen Antrag stellt, es sei denn, die Polizei oder Staatsanwaltschaft findet, dass es wichtig genug ist, selbst aktiv zu werden. Wenn das Opfer stirbt, haben die Angehörigen das Recht, den Antrag nach § 77 Abs. 2 StGB zu stellen, wenn es sich um absichtliche Körperverletzung handelt.

(2) Wenn die Tat gegen einen Amtsträger, einen öffentlichen Angestellten oder einen Soldaten der Bundeswehr während oder im Zusammenhang mit seinem Dienst begangen wird, kann auch der Vorgesetzte einen Antrag stellen. Das gilt auch für Personen, die in Kirchen oder anderen Religionsgemeinschaften des öffentlichen Rechts tätig sind.

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