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§ 240 FamFG

  • sophme
  • 6. Mai 2026 um 15:10
  • 23 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach erklärt
  • Abänderung von Entscheidungen nach den §§ 237 und 253

    (1) Enthält eine rechtskräftige Endentscheidung nach § 237 FamFG oder § 253 FamFG eine Verpflichtung zu künftig fällig werdenden wiederkehrenden Leistungen, kann jeder Teil die Abänderung beantragen, sofern nicht bereits ein Antrag auf Durchführung des streitigen Verfahrens nach § 255 FamFG gestellt worden ist.

    (2) Wird ein Antrag auf Herabsetzung des Unterhalts nicht innerhalb eines Monats nach Rechtskraft gestellt, so ist die Abänderung nur zulässig für die Zeit ab Rechtshängigkeit des Antrags. Ist innerhalb der Monatsfrist ein Antrag des anderen Beteiligten auf Erhöhung des Unterhalts anhängig geworden, läuft die Frist nicht vor Beendigung dieses Verfahrens ab. Der nach Ablauf der Frist gestellte Antrag auf Herabsetzung ist auch zulässig für die Zeit ab dem Ersten des auf ein entsprechendes Auskunfts- oder Verzichtsverlangen des Antragstellers folgenden Monats. § 238 Abs. 3 Satz 4 FamFG gilt entsprechend.

    • Abänderung
    • Unterhalt
    • Entscheidung
    • Familienverfahrensgesetz
    • Familiensachen
    • § 237 FamFG
    • § 240 FamFG
    • § 253 FamFG

Abänderung von Entscheidungen nach den §§ 237 FamFG und 253 FamFG

(1) Enthält eine rechtskräftige Gerichtsentscheidung eine Verpflichtung zu regelmäßigen zukünftigen Zahlungen (z. B. Unterhalt), kann jeder Beteiligte eine Änderung beantragen, solange nicht bereits ein anderes gerichtliches Verfahren dazu läuft.

(2) Soll der Unterhalt herabgesetzt werden, muss der Antrag grundsätzlich innerhalb eines Monats nach Rechtskraft gestellt werden. Erfolgt der Antrag später, wirkt die Änderung normalerweise erst ab Eingang des neuen Antrags bei Gericht. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Herabsetzung aber auch rückwirkend ab einem früheren Zeitpunkt gelten.

_____________________________

Praxis-Beispiel: Ein Mann wird durch gerichtliche Entscheidung zur Zahlung von Kindesunterhalt verpflichtet. Kurz nach der Entscheidung verliert er seine Arbeitsstelle und beantragt eine Herabsetzung des Unterhalts. Stellt er den Antrag rechtzeitig, kann die Anpassung früher wirksam werden. Wartet er zu lange, gilt die Änderung meist erst ab dem neuen Gerichtsverfahren.

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