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Artikel 125b GG

  • klaus25
  • 12. Januar 2026 um 12:32
  • 124 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach erklärt
  • "Fortgeltung und Abweichungsmöglichkeiten bei früherem Bundesrecht"

    (1) Recht, das auf Grund des Art. 75 GG in der bis zum 1. September 2006 geltenden Fassung erlassen worden ist und das auch nach diesem Zeitpunkt als Bundesrecht erlassen werden könnte, gilt als Bundesrecht fort. Befugnisse und Verpflichtungen der Länder zur Gesetzgebung bleiben insoweit bestehen. Auf den in Art. 72 Abs. 3 Satz 1 GG genannten Gebieten können die Länder von diesem Recht abweichende Regelungen treffen, auf den Gebieten des Art. 72 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 sowie 5 und 6 GG jedoch erst, wenn und soweit der Bund ab dem 1. September 2006 von seiner Gesetzgebungszuständigkeit Gebrauch gemacht hat, in den Fällen der Nummern 2 und 5 spätestens ab dem 1. Januar 2010, im Falle der Nummer 6 spätestens ab dem 1. August 2008.

    (2) Von bundesgesetzlichen Regelungen, die auf Grund des Art. 84 Abs. 1 GG in der vor dem 1. September 2006 geltenden Fassung erlassen worden sind, können die Länder abweichende Regelungen treffen, von Regelungen des Verwaltungsverfahrens bis zum 31. Dezember 2008 aber nur dann, wenn ab dem 1. September 2006 in dem jeweiligen Bundesgesetz Regelungen des Verwaltungsverfahrens geändert worden sind.

    (3) Auf dem Gebiet des Art. 72 Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 GG darf abweichendes Landesrecht der Erhebung der Grundsteuer frühestens für Zeiträume ab dem 1. Januar 2025 zugrunde gelegt werden.

    • Grundgesetz
    • Bundesrecht
    • Schlussbestimmung
    • Übergangsbestimmungen
    • Abweichung
    • Fortgeltung
    • Art. 125b GG
    • früheres Bundesrecht

"Fortgeltung und Abweichungsmöglichkeiten bei früherem Bundesrecht"

(1) Recht, das auf Grundlage des früheren Art. 75 GG erlassen wurde und auch heute noch als Bundesrecht erlassen werden könnte, gilt weiter als Bundesrecht. Die Gesetzgebungsbefugnisse und -pflichten der Länder bleiben dabei bestehen. In den in Art. 72 Abs. 3 Satz 1 GG genannten Bereichen dürfen die Länder abweichende Regelungen treffen. In den Bereichen der Nummern 2, 5 und 6 jedoch erst, nachdem der Bund seit dem 1. September 2006 von seiner Gesetzgebungskompetenz Gebrauch gemacht hat, spätestens jedoch
– in den Fällen der Nummern 2 und 5 ab dem 1. Januar 2010,
– im Fall der Nummer 6 ab dem 1. August 2008.

(2) Von bundesgesetzlichen Regelungen, die auf Grundlage des früheren Art. 84 Abs. 1 GG erlassen wurden, dürfen die Länder abweichende Regelungen treffen. Bei Regelungen zum Verwaltungsverfahren war dies bis zum 31. Dezember 2008 jedoch nur zulässig, wenn das jeweilige Bundesgesetz seit dem 1. September 2006 entsprechende Verfahrensregelungen geändert hatte.

(3) Im Bereich des Art. 72 Abs. 3 Satz 1 Nr. 7 GG darf abweichendes Landesrecht zur Grundsteuer frühestens für Zeiträume ab dem 1. Januar 2025 angewendet werden.

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