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§ 132 MarkenG

  • Weitergeleitet von „132 MarkenG“
  • juristi.Red
  • 14. November 2024 um 12:11
  • 17. Februar 2026 um 17:12
  • 311 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach erklärt
  • Antrag auf Änderung der Produktspezifikation; Löschungsverfahren

    (1) Für Anträge auf Genehmigung von Unionsänderungen im Sinne des Art. 31 Abs. 2 Buchst a der Verordnung (EU) 2023/2411 gelten die §§ 130 MarkenG und 131 MarkenG entsprechend.

    (2) Für Anträge auf Genehmigung von Standardänderungen im Sinne des Art. 31 Abs. 2 Buchst b der Verordnung (EU) 2023/2411, einschließlich vorübergehender Standardänderungen nach Art. 31 Abs. 6 der Verordnung (EU) 2023/2411, gelten die Art. 14 bis Art. 17 der Verordnung (EU) 2023/2411 und § 130 MarkenG entsprechend mit der Maßgabe, dass das Deutsche Patent- und Markenamt den Antrag nicht beim Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum einreicht.

    (3) Für Anträge auf Löschung der Eintragung einer geschützten geografischen Angabe nach Art. 32 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2023/2411 gelten die §§ 130 MarkenG und 131 MarkenG entsprechend.

    (4) In den Verfahren nach dieser Vorschrift gibt das Deutsche Patent- und Markenamt demjenigen Antragsteller im Sinne des Art. 37 Abs. 2 Buchst c der Verordnung (EU) 2023/2411 Gelegenheit zur Stellungnahme, in dessen Namen die jeweils betroffene geografische Angabe eingetragen wurde. Beschlüsse stellt das Deutsche Patent- und Markenamt dem Antragsteller zu.

    ______________________

    Hinweis: EU-Vollzitate: vgl. Liste EU-Rechtsakte G v. 11.1.2026 I Nr. 9


    Fassung ab 16. Jan 2026

    _________________________

    Fassung bis einschl 15. Jan 2026

    § 132 MarkenG Antrag auf Änderung der Spezifikation, Löschungsverfahren

    (1) Für Anträge auf Änderung der Spezifikation einer geschützten geographischen Angabe oder einer geschützten Ursprungsbezeichnung nach Art. 24 Abs. 2 der Verordnung (EU) 2024/1143 gelten die §§ 130 MarkenG und 131 MarkenG entsprechend.

    (2) Für Anträge auf Löschung einer geschützten geographischen Angabe oder einer geschützten Ursprungsbezeichnung nach Art. 25 Abs. 1 und 2 der Verordnung (EU) 2024/1143 gelten die §§ 130 MarkenG und 131 MarkenG entsprechend.

    Fassung ab 28. Jun 2024

    • Löschung
    • Markenrecht
    • Schutz
    • geographische Angabe
    • Ursprungsbezeichnung
    • § 132 MarkenG
    • Änderungsantrag
    • Spezifikation
    • Löschungsverfahren
    • Herkunftsangabe
    • Verordnung (EU) 2023/2411
    • Produktspezifikation

Antrag auf Änderung der Produktspezifikation; Löschungsverfahren

(1) Für Anträge auf Genehmigung von sogenannten Unionsänderungen nach Art. 31 Abs. 2 Buchst a der Verordnung (EU) 2023/2411 gelten die §§ 130 MarkenG und 131 MarkenG entsprechend.

(2) Für Anträge auf Genehmigung von Standardänderungen nach Art. 31 Abs. 2 Buchst b der Verordnung (EU) 2023/2411 – einschließlich vorübergehender Standardänderungen nach Art. 31 Abs. 6 der Verordnung (EU) 2023/2411 – gelten die Art. 14 bis Art. 17 der Verordnung (EU) 2023/2411 sowie § 130 MarkenG entsprechend. Dabei gilt jedoch: Das Deutsche Patent- und Markenamt reicht den Antrag in diesen Fällen nicht an das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum weiter.

(3) Für Anträge auf Löschung einer eingetragenen geschützten geografischen Angabe nach Art. 32 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2023/2411 gelten ebenfalls die §§ 130 MarkenG und 131 MarkenG entsprechend.

(4) In diesen Verfahren muss das Deutsche Patent- und Markenamt dem Antragsteller im Sinne des Art. 37 Abs. 2 Buchst c der Verordnung (EU) 2023/2411 Gelegenheit geben, Stellung zu nehmen. Das betrifft den Antragsteller, in dessen Namen die jeweilige geografische Angabe eingetragen wurde. Beschlüsse stellt das Deutsche Patent- und Markenamt dem Antragsteller zu.

____________________

Beispiel: Für die geschützte geografische Angabe „Solinger Schneidwaren“ soll die Produktspezifikation geändert werden, etwa weil neue technische Herstellungsverfahren anerkannt werden sollen. Der zuständige Verband stellt einen entsprechenden Antrag. Das Deutsche Patent- und Markenamt prüft diesen nach den maßgeblichen Vorschriften. Handelt es sich um eine Standardänderung, entscheidet das Amt national, ohne den Antrag an das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum weiterzuleiten.

Beantragt ein Dritter später die Löschung der geografischen Angabe, wird auch dieses Verfahren nach den entsprechenden Vorschriften durchgeführt. Der ursprünglich eingetragene Verband erhält Gelegenheit zur Stellungnahme, bevor das Deutsche Patent- und Markenamt eine Entscheidung trifft.

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  • EU beschließt größte Zollreform seit Jahrzehnten: Der Rat der EU hat am 3. September grünes Licht für eine umfassende Reform des europäischen Zollsystems gegeben. Vorgesehen sind eine neue EU-Zollbehörde, eine zentrale Zolldatenplattform und neue Regeln für den Onlinehandel. Nicht-EU-Plattformen sollen beim Verkauf in die EU künftig selbst stärker für Zollformalitäten und Abgaben verantwortlich sein. Mehr erfahren ...


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