(1) Die vollsteckbare Ausfertigung wird erteilt bei
- gerichtlichen Urkunden von dem Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des die Urkunde verwahrenden Gerichts,
- notariellen Urkunden von
- a) dem die Urkunde verwahrenden Notar,
- b) der die Urkunde verwahrenden Notarkammer oder
- c) dem die Urkunde verwahrenden Amtsgericht.
(2) Die Entscheidung über die Erteilung einer weiteren vollstreckbaren Ausfertigung wird getroffen bei
- gerichtlichen Urkunden von dem die Urkunde verwahrenden Gericht,
- notariellen Urkunden von
- a) dem die Urkunde verwahrenden Notar,
- b) der die Urkunde verwahrenden Notarkammer oder
- c) dem die Urkunde verwahrenden Amtsgericht.
(3) Die Entscheidung über Einwendungen, welche die Zulässigkeit der Vollstreckungsklausel und die Zulässigkeit der Erteilung einer weiteren vollstreckbaren Ausfertigung betreffen, wird getroffen bei
- gerichtlichen Urkunden von dem die Urkunde verwahrenden Gericht,
- notariellen Urkunden von dem Amtsgericht,
(4) Auf die Geltendmachung von Einwendungen, die den Anspruch selbst betreffen, ist § 767 Abs. 2 ZPO nicht anzuwenden.
(5) Das Gericht, bei dem der Schuldner im Inland seinen allgemeinen Gerichtsstand hat, ist zuständig für
- Klagen auf Erteilung der Vollstreckungsklausel,
- Klagen, durch welche die den Anspruch selbst betreffenden Einwendungen geltend gemacht werden, und
- Klagen, durch welche der bei der Erteilung der Vollstreckungsklausel als bewiesen angenommene Eintritt der Voraussetzung für die Erteilung der Vollstreckungsklausel bestritten wird.
Hat der Schuldner im Inland keinen allgemeinen Gerichtsstand, so ist das Gericht zuständig, bei dem nach § 23 ZPO gegen den Schuldner Klage erhoben werden kann.
(6) Auf Beschlüsse nach § 796c ZPO sind die Absätze 1 bis 5 entsprechend anzuwenden.
Fassung ab 01. Aug 2021