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§ 233a StGB

  • Weitergeleitet von „233a StGB“
  • juristi.Red
  • 5. März 2023 um 15:40
  • 5. Juni 2025 um 20:57
  • 553 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Ausbeutung unter Ausnutzung einer Freiheitsberaubung

    (1) Mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren wird bestraft, wer eine andere Person einsperrt oder auf andere Weise der Freiheit beraubt und sie in dieser Lage ausbeutet

    1. bei der Ausübung der Prostitution,
    2. durch eine Beschäftigung nach § 232 Abs. 1 Satz 2 StGB,
    3. bei der Ausübung der Bettelei oder
    4. bei der Begehung von mit Strafe bedrohten Handlungen durch diese Person.

    (2) Der Versuch ist strafbar.

    (3) In den Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren zu erkennen, wenn einer der in § 233 Abs. 2 Nr. 1 bis 4 StGB bezeichneten Umstände vorliegt.

    (4) In minder schweren Fällen des Absatzes 1 ist auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren, in minder schweren Fällen des Absatzes 3 auf Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren zu erkennen.

    • Strafrecht
    • Ausnutzung
    • Ausbeutung
    • § 233a StGB
    • Freiheitsberaubung

Ausbeutung durch Freiheitsberaubung

(1) Wer jemanden einsperrt oder auf andere Weise gefangen hält und diese Person dann ausnutzt, wird mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft. Das gilt zum Beispiel, wenn die Person:

  1. Prostitution ausübt,
  2. in einer bestimmten Beschäftigung arbeitet,
  3. bettelt oder
  4. strafbare Handlungen begeht.

(2) Auch der Versuch, das zu machen, ist strafbar.

(3) Wenn in den Fällen aus Absatz 1 besondere Umstände vorliegen, kann die Strafe zwischen einem Jahr und zehn Jahren liegen.

(4) In weniger schweren Fällen aus Absatz 1 kann die Strafe zwischen drei Monaten und fünf Jahren liegen, und in weniger schweren Fällen aus Absatz 3 zwischen sechs Monaten und zehn Jahren.

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