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§ 059 StGB

  • Weitergeleitet von „59 StGB“
  • sophme
  • 4. Dezember 2022 um 22:06
  • 1. Juni 2025 um 00:35
  • 455 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Voraussetzungen der Verwarnung mit Strafvorbehalt

    (1) Hat jemand Geldstrafe bis zu einhundertachtzig Tagessätzen verwirkt, so kann das Gericht ihn neben dem Schuldspruch verwarnen, die Strafe bestimmen und die Verurteilung zu dieser Strafe vorbehalten, wenn

    1. zu erwarten ist, dass der Täter künftig auch ohne Verurteilung zu Strafe keine Straftaten mehr begehen wird,
    2. nach der Gesamtwürdigung von Tat und Persönlichkeit des Täters besondere Umstände vorliegen, die eine Verhängung von Strafe entbehrlich machen, und
    3. die Verteidigung der Rechtsordnung die Verurteilung zu Strafe nicht gebietet.

    § 56 Abs. 1 Satz 2 StGB gilt entsprechend.

    (2) Neben der Verwarnung kann auf Einziehung oder Unbrauchbarmachung erkannt werden. Neben Maßregeln der Besserung und Sicherung ist die Verwarnung mit Strafvorbehalt nicht zulässig.

    • Strafrecht
    • Verwarnung
    • § 59 StGB
    • mit Strafvorbehalt
    • Strafvorbehalt
    • Voraussetzung

Voraussetzungen für eine Verwarnung mit Strafvorbehalt

(1) Wenn jemand eine Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen bekommen hat, kann das Gericht ihn neben dem Schuldspruch verwarnen, die Strafe festlegen und die Verurteilung dafür aufschieben, wenn:

  1. Man denkt, dass der Betroffene in Zukunft auch ohne eine Strafe keine weiteren Straftaten mehr begehen wird.
  2. Bei der Gesamtbewertung von der Tat und der Person des Täters besondere Umstände vorliegen, die eine Strafe überflüssig machen.
  3. Es nicht notwendig ist, die Rechtsordnung durch eine Verurteilung zu stärken.

§ 56 Abs. 1 Satz 2 StGB gilt hier entsprechend.

(2) Zusätzlich zur Verwarnung kann auch eine Einziehung oder Unbrauchbarmachung angeordnet werden. Allerdings ist die Verwarnung mit Strafvorbehalt nicht erlaubt, wenn es um Maßnahmen zur Besserung und Sicherung geht.

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