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§ 0514 BGB

  • Weitergeleitet von „514 Abs. 2 Satz 3 BGB“
  • juristi.Redaktion
  • 28. November 2020 um 21:25
  • 28. Juni 2024 um 23:17
  • 1.109 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Unentgeltliche Darlehensverträge

    (1) § 497 Abs. 1 BGB und § 497 Abs. 3 BGB sowie § 498 BGB und die §§ 505a BGB bis 505c BGB sowie 505d Abs. 2 BGB und 505d Abs. 3 BGB sowie § 505e BGB sind entsprechend auf Verträge anzuwenden, durch die ein Unternehmer einem Verbraucher ein unentgeltliches Darlehen gewährt. Dies gilt nicht in dem in § 491 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 BGB bestimmten Umfang.

    (2) Bei unentgeltlichen Darlehensverträgen gemäß Absatz 1 steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu. Dies gilt nicht, wenn bereits ein Widerrufsrecht nach § 312g Abs. 1 BGB besteht, und nicht bei Verträgen, die § 495 Abs. 2 Nr. 1 BGB entsprechen. Der Unternehmer hat den Verbraucher rechtzeitig vor der Abgabe von dessen Willenserklärung gemäß Art. 246 Abs. 3 EGBGB (des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche) über sein Widerrufsrecht zu unterrichten. Der Unternehmer kann diese Pflicht dadurch erfüllen, dass er dem Verbraucher das in der Anlage 9 EGBGB (zum Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche) vorgesehene Muster für die Widerrufsbelehrung ordnungsgemäß ausgefüllt in Textform übermittelt.

    • Zivilrecht
    • widerruf
    • Darlehen
    • Verbraucher
    • Schuldrecht
    • Unternehmer
    • Darlehensvertrag
    • unentgeltliches Darlehen
    • unentgeltlich
    • § 514 BGB

(1) Also, die Paragraphen 497 Abs. 1 BGB, 497 Abs. 3 BGB, 498 BGB und die §§ 505a BGB bis 505c BGB sowie 505d Abs. 2 und 3 BGB und 505e BGB vom BGB gelten auch für Verträge, bei denen ein Unternehmer einem Verbraucher ein kostenloses Darlehen gibt. Das gilt allerdings nicht in dem speziellen Fall, den § 491 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 BGB beschreibt.

(2) Wenn's um diese kostenlosen Darlehen geht, hat der Verbraucher ein Widerrufsrecht nach § 355 BGB. Das gilt nicht, wenn schon ein Widerrufsrecht nach § 312g Abs. 1 BGB besteht oder bei Verträgen, die den Vorgaben von § 495 Abs. 2 Nr. 1 BGB entsprechen. Der Unternehmer muss den Verbraucher rechtzeitig vor dessen Willenserklärung darüber informieren, wie das mit dem Widerrufsrecht aussieht, und zwar gemäß Art. 246 Abs. 3 EGBGB. Das kann der Unternehmer ganz einfach machen, indem er dem Verbraucher das Muster für die Widerrufsbelehrung aus Anlage 9 EGBGB ordentlich ausgefüllt in Textform zuschickt.

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