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§ 068 PatG

  • sophme
  • 15. Oktober 2026 um 21:18
  • 15. Oktober 2026 um 21:26
  • 20 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach erklärt
  • Anwendung des Gerichtsverfassungsgesetzes auf das Patentgericht

    Für das Patentgericht gelten die Vorschriften des Zweiten Titels des Gerichtsverfassungsgesetzes nach folgender Maßgabe entsprechend:

    1. In den Fällen, in denen auf Grund des Wahlergebnisses ein rechtskundiger Richter dem Präsidium nicht angehören würde, gilt der rechtskundige Richter als gewählt, der von den rechtskundigen Mitgliedern die höchste Stimmenzahl erreicht hat.
    2. Über die Wahlanfechtung (§ 21b Abs. 6 GVG (des Gerichtsverfassungsgesetzes)) entscheidet ein Senat des Patentgerichts in der Besetzung mit drei rechtskundigen Richtern.
    3. Den ständigen Vertreter des Präsidenten ernennt der Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz.
    • Anwendung
    • Vertretung
    • Patentrecht
    • Präsident
    • Patentgericht
    • Bundespatentgericht
    • § 68 PatG
    • GVG
    • Präsidium
    • Präsidiumsbildung

Anwendung des Gerichtsverfassungsgesetzes auf das Patentgericht

Für das Bundespatentgericht gelten die Vorschriften des Zweiten Titels des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) entsprechend. Dabei sind folgende Besonderheiten zu beachten:

  1. Vertretung rechtskundiger Richter im Präsidium: Würde nach dem Wahlergebnis kein rechtskundiger Richter dem Präsidium angehören, gilt der rechtskundige Richter als gewählt, der unter den rechtskundigen Mitgliedern die meisten Stimmen erhalten hat. Dadurch wird sichergestellt, dass mindestens ein rechtskundiger Richter im Präsidium vertreten ist.
  2. Anfechtung der Präsidiumswahl: Über die Anfechtung einer Wahl zum Präsidium nach § 21b Abs. 6 GVG entscheidet ein Senat des Bundespatentgerichts. Dieser ist mit drei rechtskundigen Richtern besetzt.
  3. Ständiger Vertreter des Präsidenten: Der ständige Vertreter des Präsidenten des Bundespatentgerichts wird vom Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz ernannt.

____________________________

Praxis-Beispiel: Bei der Wahl zum Präsidium des Bundespatentgerichts erhalten ausschließlich technische Richter genügend Stimmen, um in das Präsidium einzuziehen. Da jedoch mindestens ein rechtskundiger Richter vertreten sein muss, gilt der rechtskundige Richter mit der höchsten Stimmenzahl unter den rechtskundigen Mitgliedern als gewählt. Wird das Wahlergebnis angefochten, entscheidet darüber ein Senat des Bundespatentgerichts, der aus drei rechtskundigen Richtern besteht.

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