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§ 218 StGB

  • juristi.Red
  • 17. Februar 2023 um 21:51
  • 14. Mai 2026 um 17:22
  • 1.285 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Schwangerschaftsabbruch

    (1) Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handlungen, deren Wirkung vor Abschluss der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne dieses Gesetzes.

    (2) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter

    1. gegen den Willen der Schwangeren handelt oder
    2. leichtfertig die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung der Schwangeren verursacht.

    (3) Begeht die Schwangere die Tat, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe.

    (4) Der Versuch ist strafbar. Die Schwangere wird nicht wegen Versuchs bestraft.

    _____________________________

    §§ 218 bis 219b (früher §§ 218 bis 219d): IdF d. Art. 13 Nr. 1 G v. 27.7.1992 I 1398 mWv 5.8.1992; Art. 13 Nr. 1 trat einstweilen nicht in Kraft gem. BVerfGE v. 4.8.1992 I 1585 - 2 BvQ 16/92 u. a. -; die einstweilige Anordnung v. 4.8.1992 wurde nach BVerfGE v. 25.1.1993 I 270 wiederholt.

    § 218: Anwendbar ab 16.6.1993 gem. Abschn. II Nr. 1 nach Maßgabe der Nr. 2 bis 9 der Entscheidungsformel gem. BVerfGE v. 28.5.1993 I 820 - 2 BvF 2/90 u. a. -

    • Strafrecht
    • § 218 StGB
    • Schwangerschaftsabbruch

Schwangerschaftsabbruch

(1) Wenn jemand eine Schwangerschaft abbricht, kann das mit bis zu drei Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe bestraft werden. Dinge, die passieren, bevor das befruchtete Ei sich in der Gebärmutter einnistet, zählen nicht als Schwangerschaftsabbruch nach diesem Gesetz.

(2) In besonders krassen Fällen kann die Strafe zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Gefängnis liegen. Ein solcher schwerer Fall ist normalerweise gegeben, wenn der Täter

  1. gegen den Willen der Schwangeren handelt oder
  2. leichtfertig das Risiko für den Tod oder ernsthafte gesundheitliche Schäden der Schwangeren in Kauf nimmt.

(3) Wenn die Schwangere selbst die Tat begeht, kann sie mit bis zu einem Jahr Gefängnis oder einer Geldstrafe bestraft werden.

(4) Der Versuch, einen Schwangerschaftsabbruch durchzuführen, ist auch strafbar. Die Schwangere wird jedoch nicht für den Versuch bestraft.

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