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§ 0490 BGB

  • Weitergeleitet von „490 Abs. 2 BGB“
  • juristi.Redaktion
  • 14. Dezember 2020 um 22:52
  • 15. Juni 2024 um 23:01
  • 478 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Außerordentliches Kündigungsrecht

    (1) Wenn in den Vermögensverhältnissen des Darlehensnehmers oder in der Werthaltigkeit einer für das Darlehen gestellten Sicherheit eine wesentliche Verschlechterung eintritt oder einzutreten droht, durch die die Rückzahlung des Darlehens, auch unter Verwertung der Sicherheit, gefährdet wird, kann der Darlehensgeber den Darlehensvertrag vor Auszahlung des Darlehens im Zweifel stets, nach Auszahlung nur in der Regel fristlos kündigen.

    (2) Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag, bei dem der Sollzinssatz gebunden und das Darlehen durch ein Grund- oder Schiffspfandrecht gesichert ist, unter Einhaltung der Fristen des § 488 Abs. 3 Satz 2 BGB vorzeitig kündigen, wenn seine berechtigten Interessen dies gebieten und seit dem vollständigen Empfang des Darlehens sechs Monate abgelaufen sind. Ein solches Interesse liegt insbesondere vor, wenn der Darlehensnehmer ein Bedürfnis nach einer anderweitigen Verwertung der zur Sicherung des Darlehens beliehenen Sache hat. Der Darlehensnehmer hat dem Darlehensgeber denjenigen Schaden zu ersetzen, der diesem aus der vorzeitigen Kündigung entsteht (Vorfälligkeitsentschädigung).

    (3) Die Vorschriften der §§ 313 BGB und 314 BGB bleiben unberührt.

    • Kündigung
    • Zivilrecht
    • Darlehen
    • außerordentlich
    • Schuldrecht
    • Darlehensvertrag
    • Kündigungsrecht
    • § 490 BGB

(1) Wenn sich die finanzielle Situation des Kreditnehmers oder der Wert einer Sicherheit, die für das Darlehen gestellt wurde, deutlich verschlechtert oder das Risiko besteht, dass es so kommt, und dadurch die Rückzahlung des Darlehens, selbst wenn die Sicherheit verwertet wird, gefährdet ist, kann der Kreditgeber den Vertrag vor der Auszahlung des Darlehens jederzeit und nach der Auszahlung meistens sofort kündigen.

(2) Der Kreditnehmer kann einen Darlehensvertrag, bei dem der Zinssatz festgelegt ist und das Darlehen durch ein Grund- oder Schiffspfandrecht abgesichert ist, vorzeitig kündigen, wenn seine berechtigten Interessen das erfordern und seit dem Erhalt des Darlehens sechs Monate vergangen sind. Ein solches Interesse kann bestehen, wenn der Kreditnehmer die Sicherheit, die er für das Darlehen verpfändet hat, anders nutzen möchte. Allerdings muss der Kreditnehmer dem Kreditgeber den Schaden ersetzen, der durch die vorzeitige Kündigung entsteht (Vorfälligkeitsentschädigung).

(3) Die Regelungen der §§ 313 BGB und 314 BGB bleiben davon unberührt.

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