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§ 1974 BGB

  • juristi.Redaktion
  • 16. November 2020 um 20:36
  • 7. September 2024 um 15:29
  • 899 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Verschweigungseinrede

    (1) Ein Nachlassgläubiger, der seine Forderung später als fünf Jahre nach dem Erbfall dem Erben gegenüber geltend macht, steht einem ausgeschlossenen Gläubiger gleich, es sei denn, dass die Forderung dem Erben vor dem Ablauf der fünf Jahre bekannt geworden oder im Aufgebotsverfahren angemeldet worden ist. Wird der Erblasser für tot erklärt oder wird seine Todeszeit nach den Vorschriften des Verschollenheitsgesetzes festgestellt, so beginnt die Frist nicht vor dem Eintritt der Rechtskraft des Beschlusses über die Todeserklärung oder die Feststellung der Todeszeit.

    (2) Die dem Erben nach § 1973 Abs. 1 Satz 2 BGB obliegende Verpflichtung tritt im Verhältnis von Verbindlichkeiten aus Pflichtteilsrechten, Vermächtnissen und Auflagen zueinander nur insoweit ein, als der Gläubiger im Falle des Nachlassinsolvenzverfahrens im Range vorgehen würde.

    (3) Soweit ein Gläubiger nach § 1971 BGB von dem Aufgebot nicht betroffen wird, finden die Vorschriften des Absatzes 1 auf ihn keine Anwendung.

    • Haftung
    • Zivilrecht
    • Erbrecht
    • Erbe
    • Nachlassverbindlichkeiten
    • Nachlassgläubiger
    • Nachlass
    • Aufgebot
    • Erbenhaftung
    • § 1974 BGB
    • Verschweigungseinrede

(1) Wenn ein Gläubiger seine Forderung mehr als fünf Jahre nach dem Erbfall beim Erben einreicht, wird er so behandelt, als wäre er ausgeschlossen – es sei denn, der Erbe hat von der Forderung vor Ablauf der fünf Jahre erfahren oder sie wurde im Aufgebotsverfahren angemeldet. Falls der Erblasser für tot erklärt wird oder sein Todeszeitpunkt nach dem Verschollenheitsgesetz festgelegt wird, startet die Frist erst nach der rechtlichen Bestätigung der Todeserklärung oder der Feststellung.

(2) Die Verpflichtung, die der Erbe laut § 1973 Abs. 1 Satz 2 BGB hat, gilt nur im Verhältnis zu den Verbindlichkeiten aus Pflichtteilsansprüchen, Vermächtnissen und Auflagen, und zwar nur in dem Maße, in dem der Gläubiger im Falle eines Nachlassinsolvenzverfahrens Vorrang hätte.

(3) Wenn ein Gläubiger laut § 1971 BGB nicht vom Aufgebot betroffen ist, gelten die Regeln aus Absatz 1 für ihn nicht.

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