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§ 2339 BGB

  • werner34
  • 30. Mai 2019 um 16:18
  • 6. Oktober 2024 um 22:17
  • 1.220 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Gründe für Erbunwürdigkeit

    (1) Erbunwürdig ist:

    1. wer den Erblasser vorsätzlich und widerrechtlich getötet oder zu töten versucht oder in einen Zustand versetzt hat, infolge dessen der Erblasser bis zu seinem Tode unfähig war, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten oder aufzuheben,
    2. wer den Erblasser vorsätzlich und widerrechtlich verhindert hat, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten oder aufzuheben,
    3. wer den Erblasser durch arglistige Täuschung oder widerrechtlich durch Drohung bestimmt hat, eine Verfügung von Todes wegen zu errichten oder aufzuheben,
    4. wer sich in Ansehung einer Verfügung des Erblassers von Todes wegen einer Straftat nach den §§ 267 StGB, 271 StGB bis 274 StGB (des Strafgesetzbuchs) schuldig gemacht hat.

    (2) Die Erbunwürdigkeit tritt in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 3, 4 nicht ein, wenn vor dem Eintritt des Erbfalls die Verfügung, zu deren Errichtung der Erblasser bestimmt oder in Ansehung deren die Straftat begangen worden ist, unwirksam geworden ist, oder die Verfügung, zu deren Aufhebung er bestimmt worden ist, unwirksam geworden sein würde.

    • Zivilrecht
    • Erbrecht
    • Straftat
    • Erbunwürdigkeit
    • Drohung
    • Täuschung
    • Gründe
    • § 2339 BGB

Wer ist erbunwürdig?

  1. Jemand, der den Erblasser absichtlich und illegal getötet oder versucht hat, ihn zu töten, oder ihn so in eine Lage gebracht hat, dass er bis zu seinem Tod nicht mehr in der Lage war, ein Testament zu machen oder zu ändern.
  2. Jemand, der den Erblasser absichtlich und illegal daran gehindert hat, ein Testament zu machen oder zu ändern.
  3. Jemand, der den Erblasser durch fiese Tricks oder Drohungen dazu gebracht hat, ein Testament zu machen oder zu ändern.
  4. Jemand, der in Bezug auf ein Testament des Erblassers eine Straftat begangen hat.

Ausnahme: Die Erbunwürdigkeit gilt nicht in den Fällen 3 und 4, wenn die Verfügung, die der Erblasser gemacht hat oder bei der die Straftat passiert ist, vor dem Erbfall ungültig geworden ist oder wenn die Verfügung, die aufgehoben werden sollte, ebenfalls ungültig geworden wäre.

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