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SGB VIII - Kinder- und Jugendhilfe
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§ 095 SGB VIII

  • juristi.Red
  • 30. März 2024 um 18:34
  • 370 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Überleitung von Ansprüchen

    (1) Hat eine in § 92 Abs. 1a SGB VIII genannte Person oder ein Ehegatte oder Lebenspartner des jungen Menschen oder Leistungsberechtigten nach § 19 SGB VIII für die Zeit, für die Jugendhilfe gewährt wird, einen Anspruch gegen einen anderen, so kann der Träger der öffentlichen Jugendhilfe durch schriftliche Anzeige an den anderen bewirken, dass dieser Anspruch bis zur Höhe seiner Aufwendungen auf ihn übergeht. Dies gilt unter der Maßgabe, dass der andere weder Leistungsträger im Sinne des § 12 SGB I (des Ersten Buches) noch eine in § 92 Abs. 1a SGB VIII genannte Person noch eine andere gegenüber dem jungen Menschen oder Leistungsberechtigten nach § 19 SGB VIII dem Grunde nach zum Unterhalt verpflichtete Person ist.

    (2) Der Übergang darf nur insoweit bewirkt werden, als bei rechtzeitiger Leistung des anderen entweder Jugendhilfe nicht gewährt worden oder ein Kostenbeitrag zu leisten wäre. Der Übergang ist nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Anspruch nicht übertragen, verpfändet oder gepfändet werden kann.

    (3) Die schriftliche Anzeige bewirkt den Übergang des Anspruchs für die Zeit, für die die Hilfe ohne Unterbrechung gewährt wird; als Unterbrechung gilt ein Zeitraum von mehr als zwei Monaten.

    (4) Widerspruch und Anfechtungsklage gegen den Verwaltungsakt, der den Übergang des Anspruchs bewirkt, haben keine aufschiebende Wirkung.

    • Überleitung
    • Ansprüche
    • § 95 SGB VIII
    • § 95 SGB 8

(1) Wenn eine in § 92 Abs. 1a SGB VIII genannte Person oder der Partner des jungen Menschen oder der Person, die nach § 19 SGB VIII Leistungen bekommt, einen Anspruch gegen jemand anderen hat, kann die öffentliche Jugendhilfe einfach schriftlich Bescheid geben, damit dieser Anspruch bis zur Höhe der Kosten auf sie übergeht. Das funktioniert aber nur, wenn die andere Person nicht als Leistungsträger nach § 12 SGB I gilt und auch nicht zu den in § 92 Abs. 1a SGB VIII genannten Personen gehört oder jemand ist, der grundsätzlich für den Unterhalt des jungen Menschen oder der Person nach § 19 SGB VIII verantwortlich ist.

(2) Der Anspruch kann nur dann übergehen, wenn die andere Person rechtzeitig ihre Hilfe angeboten hätte, aber entweder keine Jugendhilfe gewährt wurde oder sie einen Kostenbeitrag hätte zahlen müssen. Es ist auch nicht schlimm, wenn der Anspruch nicht übertragen, verpfändet oder gepfändet werden kann – das schließt den Übergang nicht aus.

(3) Die schriftliche Mitteilung sorgt dafür, dass der Anspruch für den Zeitraum übergeht, in dem die Hilfe ohne Unterbrechung gewährt wird. Eine Unterbrechung liegt vor, wenn es länger als zwei Monate dauert.

(4) Wenn jemand gegen den Verwaltungsakt, der den Übergang des Anspruchs regelt, Widerspruch einlegt oder klagt, hat das keine aufschiebende Wirkung.

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