FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis.
Dabei handelt es sich um eine Virusinfektion, die durch Zeckenstiche übertragen wird.
1 Was passiert bei FSME?
Das Virus kann das Gehirn und die Hirnhäute entzünden:
- Meningitis → Hirnhautentzündung
- Enzephalitis → Gehirnentzündung
- Meningoenzephalitis → Kombination aus beidem
2 Symptome
FSME verläuft oft in zwei Phasen:
1. Phase (ähnlich wie Grippe):
- Fieber
- Kopf- und Gliederschmerzen
- Müdigkeit
2. Phase (bei einem Teil der Infizierten):
- hohes Fieber
- starke Kopfschmerzen
- Nackensteifigkeit
- neurologische Ausfälle (z. B. Lähmungen)
3 Wo kommt FSME vor?
In Deutschland vor allem in Risikogebieten, z. B.:
- Bayern
- Baden-Württemberg
- Teile von Hessen, Thüringen, Sachsen
👉 In Norddeutschland (z. B. Mecklenburg-Vorpommern) ist das Risiko derzeit deutlich geringer, aber nicht ausgeschlossen.
4 Gibt es eine Impfung?
👉 Ja – und sie ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme.
Empfohlen für:
- Menschen in FSME-Risikogebieten
- Personen mit viel Aufenthalt in der Natur (z. B. Wandern, Forst, Gartenarbeit)
Impfung:
- Grundimmunisierung (3 Impfungen)
- danach Auffrischung alle 3–5 Jahre
5 ❗ Wichtig zu unterscheiden
- FSME (Virus) → Impfung möglich
- Borreliose (Bakterien) → keine Impfung, aber antibiotisch behandelbar
6 Kurz gesagt
FSME ist eine seltene, aber potenziell schwere Zeckeninfektion des Nervensystems, gegen die man sich durch eine Impfung schützen kann — besonders wichtig in Risikogebieten.