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§ 1860 BGB

  • juristi.Red
  • 9. Mai 2023 um 12:40
  • 30. März 2025 um 18:57
  • 688 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Befreiungen auf Anordnung des Gerichts

    (1) Das Betreuungsgericht kann den Betreuer auf dessen Antrag von den Beschränkungen nach den §§ 1841 BGB, 1845 BGB, 1848 BGB und 1849 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 sowie Satz 2 BGB ganz oder teilweise befreien, wenn der Wert des Vermögens des Betreuten ohne Berücksichtigung von Immobilien und Verbindlichkeiten 6.000 Euro nicht übersteigt.

    (2) Das Betreuungsgericht kann den Betreuer auf dessen Antrag von den Beschränkungen nach den §§ 1848 BGB, 1849 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 sowie Satz 2 BGB und nach § 1854 Nr. 2 bis 5 BGB befreien, soweit mit der Vermögensverwaltung der Betrieb eines Erwerbsgeschäfts verbunden ist oder besondere Gründe der Vermögensverwaltung dies erfordern.

    (3) Das Betreuungsgericht kann den Betreuer auf dessen Antrag von den Beschränkungen nach § 1845 Abs. 2 BGB, den §§ 1848 BGB und 1849 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 sowie Satz 2 BGB befreien, wenn ein Wertpapierdepot des Betreuten häufige Wertpapiergeschäfte erfordert und der Betreuer über hinreichende Kapitalmarktkenntnis und Erfahrung verfügt.

    (4) Eine Befreiung gemäß den Absätzen 1 bis 3 kann das Betreuungsgericht nur anordnen, wenn eine Gefährdung im Sinne des § 1821 Abs. 3 Nr. 1 BGB nicht zu besorgen ist.

    (5) Das Betreuungsgericht hat eine Befreiung aufzuheben, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr vorliegen.

    Fassung neu seit 01. Jan 2023

    • Zivilrecht
    • Familienrecht
    • rechtliche Betreuung
    • Betreuungsrecht
    • Befreiung
    • gerichtliche Anordnung
    • § 1860 BGB

(1) Das Betreuungsgericht kann auf Wunsch des Betreuers die Einschränkungen nach den §§ 1841 BGB, 1845 BGB, 1848 BGB und 1849 BGB ganz oder teilweise aufheben, wenn das Vermögen des Betreuten, ohne Immobilien und Schulden, nicht mehr als 6.000 Euro wert ist.

(2) Außerdem kann das Gericht auf Antrag des Betreuers die Einschränkungen nach den §§ 1848 BGB, 1849 BGB und 1854 BGB aufheben, wenn es um die Verwaltung von Vermögen geht, das mit einem Geschäftsbetrieb zu tun hat oder wenn es besondere Gründe dafür gibt.

(3) Wenn der Betreute ein Wertpapierdepot hat, das häufige Handelsgeschäfte erfordert und der Betreuer genug Ahnung vom Kapitalmarkt hat, kann das Gericht auch hier die Einschränkungen nach § 1845 BGB und den anderen genannten Paragraphen aufheben.

(4) Eine Befreiung gemäß den Punkten 1 bis 3 kann das Gericht nur geben, wenn keine Gefahr im Sinne von § 1821 Abs. 3 Nr. 1 BGB besteht.

(5) Wenn die Bedingungen für die Befreiung nicht mehr gegeben sind, muss das Betreuungsgericht diese auch wieder aufheben.

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