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§ 1577 BGB

  • juristi.Red
  • 20. Juni 2023 um 12:08
  • 336 mal gelesen
  • juristi.kon Fachbegriff
  • einfach
  • Bedürftigkeit

    (1) Der geschiedene Ehegatte kann den Unterhalt nach den §§ 1570 BGB bis 1573 BGB, 1575 BGB und 1576 BGB nicht verlangen, solange und soweit er sich aus seinen Einkünften und seinem Vermögen selbst unterhalten kann.

    (2) Einkünfte sind nicht anzurechnen, soweit der Verpflichtete nicht den vollen Unterhalt (§§ 1578 BGB und 1578b BGB) leistet. Einkünfte, die den vollen Unterhalt übersteigen, sind insoweit anzurechnen, als dies unter Berücksichtigung der beiderseitigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Billigkeit entspricht.

    (3) Den Stamm des Vermögens braucht der Berechtigte nicht zu verwerten, soweit die Verwertung unwirtschaftlich oder unter Berücksichtigung der beiderseitigen wirtschaftlichen Verhältnisse unbillig wäre.

    (4) War zum Zeitpunkt der Ehescheidung zu erwarten, dass der Unterhalt des Berechtigten aus seinem Vermögen nachhaltig gesichert sein würde, fällt das Vermögen aber später weg, so besteht kein Anspruch auf Unterhalt. Dies gilt nicht, wenn im Zeitpunkt des Vermögenswegfalls von dem Ehegatten wegen der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes eine Erwerbstätigkeit nicht erwartet werden kann.

    • Zivilrecht
    • Familienrecht
    • Ehescheidung
    • Unterhaltsberechtigung
    • Bedürftigkeit
    • § 1577 BGB

(1) Wenn du geschieden bist, kannst du keinen Unterhalt nach den §§ 1570 BGB bis 1576 BGB verlangen, solange du mit deinem eigenen Geld und Vermögen klar kommst.

(2) Wenn du nicht den vollen Unterhalt bekommst, zählen deine Einkünfte nicht dazu. Wenn du mehr verdienst als der volle Unterhalt, wird das nur angerechnet, wenn es fair für beide Seiten ist.

(3) Du musst dein Vermögen nicht verkaufen, wenn das nicht sinnvoll ist oder unfair wäre, wenn man die Situation von beiden betrachtet.

(4) Wenn bei der Scheidung klar war, dass du mit deinem Vermögen gut über die Runden kommst, und das Vermögen später wegfällt, hast du keinen Anspruch auf Unterhalt. Das gilt nicht, wenn du wegen der Betreuung eines gemeinsamen Kindes nicht arbeiten kannst.

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