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§ 22 ArbZG

  • juristi.Redaktion
  • 23. November 2019 um 23:38
  • 28. Januar 2022 um 15:36
  • 912 mal gelesen
  • Bußgeldvorschriften

    (1) Ordnungswidrig handelt, wer als Arbeitgeber vorsätzlich oder fahrlässig

    1. entgegen §§ 3 ArbZG, 6 Abs. 2 ArbZG oder § 21a Abs. 4 ArbZG, jeweils auch in Verbindung mit § 11 Abs. 2 ArbZG, einen Arbeitnehmer über die Grenzen der Arbeitszeit hinaus beschäftigt,
    2. entgegen § 4 ArbZG Ruhepausen nicht, nicht mit der vorgeschriebenen Mindestdauer oder nicht rechtzeitig gewährt,
    3. entgegen § 5 Abs. 1 ArbZG die Mindestruhezeit nicht gewährt oder entgegen § 5 Abs. 2 ArbZG die Verkürzung der Ruhezeit durch Verlängerung einer anderen Ruhezeit nicht oder nicht rechtzeitig ausgleicht,
    4. einer Rechtsverordnung nach § 8 Satz 1 ArbZG, § 13 Abs. 1 oder 2 ArbZG, § 15 Abs. 2a Nr. 2 ArbZG, § 21 Abs. 1 ArbZG oder § 24 ArbZG zuwiderhandelt, soweit sie für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist,
    5. entgegen § 9 Abs. 1 ArbZG einen Arbeitnehmer an Sonn- oder Feiertagen beschäftigt,
    6. entgegen § 11 Abs. 1 ArbZG einen Arbeitnehmer an allen Sonntagen beschäftigt oder entgegen § 11 Abs. 3 ArbZG einen Ersatzruhetag nicht oder nicht rechtzeitig gewährt,
    7. einer vollziehbaren Anordnung nach § 13 Abs. 3 Nr. 2 ArbZG zuwiderhandelt,
    8. entgegen § 16 Abs. 1 ArbZG die dort bezeichnete Auslage oder den dort bezeichneten Aushang nicht vornimmt,
    9. entgegen § 16 Abs. 2 ArbZG oder § 21a Abs. 7 ArbZG Aufzeichnungen nicht oder nicht richtig erstellt oder nicht für die vorgeschriebene Dauer aufbewahrt oder
    10. entgegen § 17 Abs. 4 ArbZG eine Auskunft nicht, nicht richtig oder nicht vollständig erteilt, Unterlagen nicht oder nicht vollständig vorlegt oder nicht einsendet oder entgegen § 17 Abs. 5 Satz 2 ArbZG eine Maßnahme nicht gestattet.

    (2) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 bis 7, 9 und 10 mit einer Geldbuße bis zu dreißigtausend Euro, in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 8 mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.

    Fassung ab 01. Jan 2021

    ___________________________

    Fassung bis einschl 31. Dez 2020

    (1) ...

    (2) Die Ordnungswidrigkeit kann in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 bis 7, 9 und 10 mit einer Geldbuße bis zu fünfzehntausend Euro, in den Fällen des Absatzes 1 Nr. 8 mit einer Geldbuße bis zu zweitausendfünfhundert Euro geahndet werden.

    ___________________________

    Fassung bis einschl 16. Nov 2016

    (1) ...

    4. einer Rechtsverordnung nach § 8 Satz 1 ArbZG, § 13 Abs. 1 oder 2 ArbZG, § 15 Abs. 2a Nr. 2 ArbZG oder § 24 ArbZG zuwiderhandelt, soweit sie für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist,

    ...

    __________________________

    Fassung bis einschl 31. Jul 2013

    (1) 1. - 3. ...

    4. einer Rechtsverordnung nach § 8 Satz 1 ArbZG , § 13 Abs. 1 oder 2 ArbZG oder § 24 ArbZG zuwiderhandelt, soweit sie für einen bestimmten Tatbestand auf diese Bußgeldvorschrift verweist,

    5. - 10. ...

    (2) ...

    • Arbeitsrecht
    • Arbeitszeitgesetz
    • Bußeld
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Kurz informiert - News

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  • Produkthaftung wird auf Software und KI ausgeweitet: Der Bundestag hat am 9. Oktober einer Modernisierung des Produkthaftungsrechts zugestimmt. Künftig sollen auch Software und Künstliche Intelligenz ausdrücklich unter die Produkthaftung fallen. Zudem werden die Verantwortlichkeiten entlang internationaler Lieferketten erweitert und die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen erleichtert. Mehr erfahren ...
  • Mehr Schutz für Opfer häuslicher Gewalt: Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf beschlossen, der Betroffene häuslicher Gewalt besser schützen soll. Geplant sind Änderungen bei familiengerichtlichen Verfahren, darunter neue Zuständigkeitsregeln zum Schutz vertraulicher Aufenthaltsorte und eine engere Zusammenarbeit der beteiligten Fachkräfte. Mehr erfahren ...
  • Digitales Führungszeugnis seit Oktober verfügbar: Seit Oktober können Bürgerinnen und Bürger ein Führungszeugnis bei der Onlinebeantragung auch in digitaler Form erhalten. Das Dokument wird über ein sicheres Verfahren an das persönliche BundID-Konto übermittelt. Damit sollen Verwaltungswege vereinfacht und Bearbeitungszeiten verkürzt werden. Mehr erfahren ...
  • EU verschärft Vorschriften für bestimmte PFAS-Chemikalien: Seit dem 10. Oktober gelten in der EU neue Beschränkungen für die Verwendung der PFAS-Untergruppe PFHxA. Betroffen sind unter anderem bestimmte Textilien, Lebensmittelverpackungen und Kosmetikprodukte. Die Regelungen sollen Verbraucher und Umwelt besser vor langlebigen Schadstoffen schützen. Mehr erfahren ...

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